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Eiswasser bei Hitze? Ayurveda sieht das etwas anders.

Gerade an heißen Sommertagen greifen viele instinktiv zu eiskalten Getränken. Doch obwohl ein Glas Eiswasser auf den ersten Schluck erfrischend wirkt, kann es laut Ayurveda genau das Gegenteil im Körper bewirken. Warum ist das so – und was empfiehlt die ayurvedische Lehre stattdessen?

Die ayurvedische Sicht: Verdauungsfeuer statt Eisschock

Im Ayurveda steht das sogenannte Agni, das Verdauungsfeuer, im Zentrum unserer Gesundheit. Es ist verantwortlich für die Aufnahme, Umwandlung und Verwertung von Nahrung. Kalte Getränke – besonders eisgekühlte – schwächen dieses Agni. Die Folge: Die Verdauung wird träge, Schlacken (Ama) können entstehen, und das körperliche Gleichgewicht gerät aus dem Lot.

Der Kühlungseffekt ist trügerisch

Auch wenn kalte Getränke kurzfristig Erleichterung verschaffen, muss der Körper zusätzliche Energie aufbringen, um die Flüssigkeit auf Körpertemperatur zu erwärmen. Dieser Vorgang kann zu zusätzlicher Hitzeproduktion führen – genau das, was wir bei Sommerhitze vermeiden möchten.

Was ist laut Ayurveda besser?

🌿 Lauwarmes oder zimmerwarmes Wasser: Unterstützt die Verdauung, ohne das Agni zu schwächen.
🌿 Leicht gekühlte Kräutertees: Besonders aus kühlenden Kräutern wie Minze, Zitronenmelisse oder Rosenblüten.
🌿 Verdünnte Säfte oder Buttermilch: Erfrischend, leicht verdaulich und pitta-reduzierend.
🌿 Mit Gewürzen verfeinern: Eine Prise Ingwer, Kardamom oder Fenchel kann helfen, Getränke noch bekömmlicher zu machen.

Fazit:

Nicht alles, was kalt ist, kühlt. Im Gegenteil: Wer dauerhaft eisgekühlte Getränke konsumiert, riskiert eine geschwächte Verdauung und eine innere Unausgeglichenheit – gerade im Sommer. Die bessere Strategie: Sanft kühlen statt schockfrosten – mit ayurvedischer Logik und einem achtsamen Blick auf die Bedürfnisse des eigenen Körpers.