Gesunde Leber – Vitalität von innen
Dr. med. Wolfgang Schachinger beantwortet die wichtigsten Fragen
Unsere Leber spielt eine zentrale Rolle für Energie, Stoffwechsel und Entgiftung – und doch wird sie im Alltag oft übersehen. Im Interview gibt Dr. med. Wolfgang Schachinger Einblicke, wie Leberwerte richtig beurteilt werden, welche Ursachen zu Belastungen führen und wie man die Leber gezielt unterstützen kann – mit einfachen Maßnahmen, ayurvedischer Vorsorge und gezielten Infusionen. Ein Beitrag, der zeigt, wie Vorsorge, Ernährung und Lebensstil Hand in Hand gehen, um die Leber gesund und leistungsfähig zu halten.
Wie werden Leberwerte gemessen und wie oft sollte man sie kontrollieren lassen, auch wenn man sich gesund fühlt?
Die Leberwerte werden aus dem Blut (Plasma) gemessen. Wenn man gesund ist, genügt eine Messung im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung alle 1 bis 2 Jahre. Bei starken Abweichungen sind kurzfristige Kontrollen empfehlenswert.
Ab wann gelten Leberwerte als erhöht – und sind leicht erhöhte Werte bereits ein Grund zur Sorge?
Leicht erhöhte Leberwerte sollten zu Maßnahmen führen, nicht jedoch zur Sorge. Es gibt auch funktionelle Störungen der Leber (Entgiftungsfunktion, Wärmeregulation), die nicht unbedingt zu erhöhten Leberwerten führen. Derartige Störungen können z.B. bei der ayurvedischen Pulsdiagnose erfasst werden.
Was passiert im Körper, wenn die Leberwerte dauerhaft zu hoch sind, und welche Beschwerden können dadurch entstehen?
Wenn die Leberwerte erhöht sind, zeigt das eine Überlastung oder Entzündung der Leber an. Zu den Hauptbeschwerden bei Störungen der Leber gehört Müdigkeit. Es gilt: „Müdigkeit ist der Schmerz der Leber.“
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Welche häufigen Ursachen gibt es für erhöhte Leberwerte im Alltag?
Die häufigsten Ursachen für erhöhte Leberwerte sind:
- Belastung mit Alkohol
- Belastung durch Gärungsprozesse im Verdauungstrakt
- Belastung durch Medikamente (Schmerzmittel, Chemotherapie…)
- Belastung durch Fruchtzucker und zu häufige Mahlzeiten
- Belastung durch schlechte Fette (z.B. Transfette bei frittierten Lebensmitteln)
- Belastung durch Virusinfekte (Hepatitis, Epstein-Barr-Virus…)
- Belastung durch Umwelttoxine (Herbizide, Pestizide, Lösungsmittel, Luftverschmutzung)
Welche Rolle spielen Infusionen bei der Unterstützung oder Regeneration der Leber – und für wen sind sie sinnvoll?
Die Leberentgiftung hängt wesentlich vom Enzym Glutathion ab. Dieses kann durch Infusionen verabreicht werden.
Zusätzlich braucht die Leber Vitamin C, den Vitamin B Komplex und die Mineralien Selen und Zink für effiziente Entgiftung und zur eigenen Regeneration.
Aufgrund von Vollblutanalysen können individuell Vitamine und Mineralstoffe zur Leberregeneration als Infusion verabreicht werden.
Leberinfusionen sind empfehlenswert für Menschen, die aufgrund einer chronischen Krankheit laufend lebertoxische Medikamente verabreicht bekommen, zur Regeneration nach Chemotherapie, Bestrahlung oder Suchtbehandlung, zur Unterstützung nach schweren Virusinfekten.
Was kann man selbst konkret tun, um die Leber zu entlasten und die Leberwerte langfristig zu verbessern?
Die 5 wichtigsten Lebensstilmaßnahmen zum Schutz der Leber sind:
- Vermeiden von Zwischenmahlzeiten
- Spätes Abendessen vermeiden
- Nahrungsergänzungen wie Pitta Formula plus einnehmen
- Reichlich Bitterstoffe durch Gewürze und grünem Gemüse verzehren
- Zweimal pro Jahr eine Detox-Kur (z.B. Body Mind Detox) durchführen
Regelmäßige Kontrollen, bewusste Ernährung und gezielte Unterstützung durch ayurvedische Kuren oder Infusionen helfen, die Leber langfristig zu entlasten. Schon kleine Veränderungen im Alltag – wie Bitterstoffe, ausgewogene Mahlzeiten und Detox-Kuren – fördern die Lebergesundheit nachhaltig.